Herbstklänge im Köstental 2013

Der Duft von gebratenen Kastanien, ein Glas Rotwein in der Hand, die Sonne streicht durch die gelben Blätter der Kastanienbäume, dazu noch stimmige Live-Musik aus Südtirol. So hört sich ein Herbsttraum an.

 

Genau nach diesem Rezept plant der Bildungsausschuss Natz-Schabs zusammen mit der Musikkapelle Schabs bereits zum dritten Mal am 22. September die Herbstklängen im Köstental in Aicha. Nachdem bei der Veranstaltung 2011 die Gruppe Titlà auftrat und 2012 der Mundartkünstler Sepp Messner Windschnur und Markus „Doggi“ Dorfmann mit ihren Liedern die Zuhörer erfreuten, haben sich die Organisatoren dazu entschieden einen Schritt weiter zu gehen und das Konzert zu einem kleinen Festival für Südtiroler Künstler weiter zu entwickeln. Aus diesem Grund wurden in diesem Jahr mehre Künstler zu den Herbstklängen eingeladen. Einer davon ist der junge Musiker Dominik Plangger.

Plangger ist ein engagierter Mensch und herausragender Liedermacher. Er greift die heißen Eisen und Herausforderungen unserer Zeit ohne Scheu auf und verarbeitet sie in seinen manchmal zornigen, manchmal zärtlichen aber immer mit großer Ausdruckkraft vorgetragenen Liedern. Aus dem Vinschgau kommend, wo er 1980 geboren wurde, lebt und arbeitet Dominik Plangger nach einem längeren Aufenthalt in Wien, nun in der Nähe von Innsbruck.

Die Sommer verbringt er meist als Senn auf Schweizer oder Vinschger Almen. Sein musikalisches Rüstzeug erarbeitete sich der Mann mit der starken Stimme und dem virtuosen Gitarrenspiel als Straßensänger in Irland und auf den Straßen und Plätzen europäischer Städte. Bei seinen Konzerten erweist er sich auch als feinfühliger Interpret bekannter Lieder von Hannes Wader oder anderen bedeutenden Liedermachern und interpretiert Lieder und Melodien, denen er als Straßensänger begegnet ist. Manch einer seiner Songs ist auch als deutsche Nachdichtung aus anderen Sprachen entstanden, so einige Lieder nach Melodien von Townes Van Zent, den Plangger sehr verehrt. Im Herbst 2012 unternahm Dominik Plangger seine erste Südtirol-Tour und absolvierte fünf sehr gut besuchte Konzerte in Algund, Bozen, Brixen, Bruneck und Laas.

Für November 2013 ist die nächste Tour geplant, bei der Dominik Plangger in zehn Konzerten zu hören sein wird.Bei den Herbstklängen präsentiert er einige Stücke aus seiner neuen CD „Hoffnungsstur“.

 

Mit „vielsoatig“ konnte eine Gruppe von absoluten Vollblutmusikern für ein Konzert gewonnen werden. „vielsoatig“ hat damit begonnen, dass Hermann Andrä Graber vor Jahren Songs von Bob Dylan, Eric Clapton, Johnny Cash und anderen in Südtiroler Mundart übersetzte. Mit der Zeit sind dann eigene Lieder dazugekommen. Die aktuellen Lieder sind mittlerweile alles Eigenkompositionen. Dennoch ist „vielsoatig“ kein Solo-, sondern ein Bandprojekt. Das Arrangement der Lieder erfolgt in der Band.Die Musik bewegt sich zwischen Country, Folk, Blues und Rock in der Südtiroler Mundart.Die Instrumentierung besteht aus verschiedenen akustischen und elektrischen Gitarren, sowie Bässen, Akkordeon, Keyboard, Mundharmonika, Trompete und Schlagzeug.

 

Last-but-not-least werden die Künstler der Herbstklänge mit Daniela Pircher ergänzt. Die Newcomerin präsentiert ihre Lieder in Südtiroler Mundart. Dieses Mal heißt es nicht „Mander s´isch Zeit“, sondern nur „Es isch Zeit“. Genau so heißt nämlich das Debütalbum von Daniela Pircher aus Meran, die mehr oder weniger durch Zufall zum Komponieren und Singen gekommen ist. Das war vor nicht einmal einem Jahr. Schon wenige Monate später hat sie bereits ein Album im Kasten. Nun gut, der Silberling enthält acht Songs, alle von „Daniela“ geschrieben (Text & Musik) und in Südtiroler Dialekt gesungen. Textlich wandelt die sonst im Kommunikations – und Motivationsbereich tätige Song-Macherin in träumerischen Welten, erzählt von Vollmondnächten und Wasserfällen, von magischen Momenten und von ganz normalen Gegebenheiten des Lebens. 

 

Auf alle Fälle werden die Herbstklänge auch heuer wieder zu einem klanglichem und kulinarischen Erlebnis. Neben den Hörfreunden, gibt es auch in diesem Jahr wieder einige Gaumenfreunden rund um die Kastanie. Sie werden den Besuch sicher nicht bereuen.